Sterbehilfe und lebenserhaltende Massnahmen {Und zur charmanten Frage: “Sind Sie dafür nicht schon ein bisschen zu alt?”}

………..Vielleicht sogar verbunden mit dem kommunikationstechnisch mehr oder weniger passend kombinierbaren Satz:

“Hat er/sie übrigens einen Organspendeausweis?”

Letzeres geht nur in der dritten Person an dritte Personen. Nicht in der direkten Anrede und Frage an Betroffene. Obwohl manche behaupten, es gebe Menschen, die auch bei völligem Mangel an Hirnaktivität noch ansprechbar seien.

[DEN Satz verstehen manche von eben solchen vermutlich auch nach mehrmaligem Lesen nicht. Und bei anderen kommt das "aha" auch erst, wenn der Groschen pfennigweise gefallen ist. Oder gar nicht. Macht nix. Bei denen reicht es auch, wenn sie einen Ausweis haben. Ob sie das je richtig verstanden haben, was sie damit erklären, wird ja im Fall der Fälle nicht mehr bei ihnen abgefragt. Nichts so genau wissen, ist manchmal kein kleiner Teil der beliebten Form des Gutmenschentum. Die beliebter macht, als unbequeme Fragen. Zum Verstandenhaben und Verstehen des Erklärten.Glauben Sie nicht? Probieren Sie es ruhig mal aus. Wenn Sie zum Beispiel mal Menschen fragen, was dies und das bei der organspende konkret bedeute. Oder was sie sich unter dem Hirntod vorstellen. Oder glauben, was das medizinisch ist. Oder wer diesen feststellt. Wie das untersucht wird. Oder auch, was mit den Organen und Geweben passiert, die sie spenden, die aber doch nicht im Körper von Wartelistenpatienten landen. Spannend wird das, wenn Sie mal diejenigen Promis fragen, die medial als Werbeträger für Organspende werben. Oder wie sie selbst einem Otto Normalbürger erklären, was Hirntod ist. Oder wie die Verteilung der Organe erfolgt. Konkret. Und wenn sie mehr sagen und beantworten müssen, als nur: Organspende ? Finde ich gut.

DAS finden nämlich die meisten Menschen eigentlich. Nur – haben sie mehr Fragen. Oder manche dennoch andere Antworten. Als ein simples: Organspende finde ich gut. Wenn man ihnen mal genauer zuhört. Den Menschen. Bei Fragen. Ausgesprochenen. Ungewagten ...

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