Faktor VIII

“Faktor VIII” heißt das Medikament, ein Blutgerinnungsmittel, das aus Blutspenden gewonnen wird.

Regisseur René Heisig widmet sich in seinem Fernsehfilm “Blutgeld” dem “vergessenen Skandal”: In den 80er Jahren hatte das Bundesgesundheitsamt zugelassen, dass HIV-verseuchte Medikamente auf den Markt kommen. Rund 1500 Bluter hatten sich damals infiziert, nur 400 sind heute noch am Leben. Juristisch wurde niemand zur Verantwortung gezogen.

Zwei Beiträge der Woche haben sich im ZDF mit dem Thema befasst. Die Dokumentation “Blutgeld”, die den Skandal und den Umgang mit diesem durch die verschiedenen Beteiligten im Gesundheitswesen, Politik, Medizin, Herstellern und Medien befasst und dabei auch Betroffene zur Sprache kommen lässt.

Und das gleichnamige ZDF-Drama, das basierend auf Geschichten Betroffener sich gegen rechtliche Schritte gegen die Ausstrahlung aus der Erfahrung mit der Verfilmung des Contergan-Falls offenbar dadurch absicherte, dass es im Vor- und Abspann formulierte: “Alle handelnden Personen und ihre beruflichen und privaten Handlungen und Konflikte sind frei erfunden”.

Man kann – vor allem beim Ansehen beider Beiträge – kaum Zweifel haben, dass und wieviele Parellelen der realen Geschehen und der filmischen Umsetzung bestanden und bestehen.

Und – wie wiederkehrend – bei Medizinskandalen auch in der Zukunft wie gegenwärtig nicht auszuschliessen sind ...

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  • TV-Kritik "Blutgeld": Blutkonserven-Skandal im ZDF

    fr-online.de - 14 Leser - Das ZDF widmet sich in "Blutgeld" einem "vergessenen Skandal": In den 80er Jahren hatte das Bundesgesundheitsamt zugelassen, dass HIV-verseuchte Medikamente auf den Markt kommen. Rund 1500 Bluter infizierten sich, nur 400 sind noch am Leben.

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