Vergleich geschlossen und gewonnen

Wie heißt es so schön: Ein Vergleich ist eine Lösung, bei der beide Parteien unzufrieden sind. Das muß nicht immer so sein. Bisweilen kann man durch einen Vergleich sogar mehr “gewinnen” als man bei einem Obsiegen im gerichtlichen Verfahren erhalten hätte.

Mein Mandant (M) hatte eine Wohnung gemietet. Der Vermieter (V) überreichte ihm eines Tages die Kündigung. Einen Kündigungsgrund benannte er indes nicht. Das ist für V mißlich, war die Kündigung hierdurch doch unwirksam.

Der Zeitpunkt des von V angemahnten Auszuges aus der Wohnung kam und sehr zu V’s Verdruß blieb M in der Wohnung. Also beauftragte V einen Anwalt, der ein forsches Schreiben aufsetzte und M zur unverzüglichen Räumung der Wohnung aufforderte.

M blieb weiterhin in der Wohnung. Zwar suchte er nach einer anderen Wohnung, da ihm an dem Streit mit V nicht gelegen war, fand aber zunächst keinen adäquaten Ersatzwohnraum.

V wollte sich indes nicht gedulden und so reichte er über seinen Anwalt die Räumungsklage ein. Sein Verdruß dürfte sich indes erhöht haben, als das Gericht mir auf meine Klageerwiderung hin beipflichtete, daß die Kündigung mangels Angabe eines Kündigungsgrundes unwirksam sein dürfte ...

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