Gemeinsame Beratung der Eheleute in einer Scheidungsangelegenheit

Mit der vergütungsrechtlichen Seite der auch berufsrechtlich höchst problematischen Konstellation, dass die Eheleute gemeinsam einen Rechtsanwalt aufsuchen, um sich in einer Scheidungsangelegenheit beraten zu lassen, hat sich der BGH im Urteil vom 19.09.2013 – IX ZR 322/12 - befasst. Der BGH hat in dieser Entscheidung die Abweisung einer Honorarklage einer Anwältin bestätigt, denn sie hätte die Eheleute vor der gemeinsamen Beratung darauf hinweisen müssen, dass ein Anwalt im Grundsatz nur einen von ihnen beraten kann, dass sie bei einer gemeinsamen Beratung nicht nur die Interessen einer Partei einseitig vertreten darf, sondern sie die Eheleute nur unter Ausgleich der beiderseitigen Interessen beraten kann und dass jedenfalls dann, wenn die gemeinsame Beratung nicht zu einer Scheidungsfolgenvereinbarung führt und widerstreitende Interessen der Eheleute unüberwindbar aufscheinen, das Mandat ...

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