Die Führung des Professorentitels

Nach dem Bayerischen Hochschulpersonalgesetz ist es eine Ermessensentscheidung, ob der Weiterführung der Bezeichnung “Professor” nach der Beendigung des Beamtenverhältnisses zugestimmt wird. Ein erhebliches Dienstvergehen, das durch eine Disziplinarmaßnahme und auch strafrechtlich geahndet worden ist, stehen der Fortführung des Titels entgegen.

Mit dieser Begründung hat das Verwaltungsgericht Ansbach in dem hier vorliegenden Fall die Klage eines ehemaligen Hochschullehrers, den akademischen Titel eines Professors weiterführen zu dürfen, abgewiesen. Der Kläger war seit Oktober 2001 Professor im Fachbereich Betriebswirtschaft an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg. In den Jahren 2004 bis 2006 war der Kläger auch als selbständiger Marketingberater tätig und erzielte in diesem Zeitraum Nebeneinkünfte von mehr als 900.000.- EUR. Einen Antrag auf Genehmigung der Nebentätigkeit hatte der Kläger nicht gestellt. In der nach der bayerischen Hochschullehrernebentätigkeitsverordnung erforderlichen Auskunft über Nebentätigkeiten gab der Kläger an, in dem genannten Zeitraum keine Nebentätigkeit ausgeübt zu haben. Mit rechtskräftigem Strafbefehl des Amtsgerichts Nürnberg wurde der Kläger im Jahr 2009 im Zusammenhang mit den bezeichneten Nebeneinkünften wegen Steuerhinterziehung zu einer Gesamtgeldstrafe in Höhe von 90 Tagessätzen zu je 500.- EUR verurteilt ...

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