Wohnungseingangstüren sind Gemeinschaftseigentum der Wohnungseigentümer

Wer denkt, mit seiner Wohnungstüre beginne sein „eigenes Reich“ und „seine eigenen vier Wände“, der wurde nun vom Bundesgerichtshof (BGH) eines besseren belehrt. Dieser entscheid mit Urteil vom 25.10.2013 (Aktenzeichen V ZR 212/12), daß Wohnungseingangstüren nicht im Sondereigentum des jeweiligen Vermieters stehen, sondern zwingend Teil des gemeinschaftlichen Eigentums der Wohnungseigentümer sind. Dies gelte sogar dann, wenn die Teilungserklärung davon ausgeht, daß die Tür dem Sondereigentum zugeordnet ist.

Der Entscheidung des BGH lag ein Fall zugrunde, in dem in einer Wohnungseigentumsanlage der Zutritt zu den einzelnen Wohnungen über Laubengänge, die von dem Treppenhaus aus zugänglich sind, erfolgte. In einer Eigentümerversammlung wurde mehrheitlich eine bestimmte optische Gestaltung der an den Laubengängen gelegenen Wohnungseingangstüren beschlossen.

Die Klägerin hält diesen Beschluß für nichtig. Sie meint, die Wohnungseingangstür gehöre zu ihrem Sondereigentum. Jedenfalls dürfe sie über die farbliche Gestaltung der Innenseite ihrer Tür selbst entscheiden.

Das Amtsgericht Lüdenscheid hat antragsgemäß die Nichtigkeit des Beschlusses festgestellt (Urteil vom 19. Januar 2012, Aktenzeichen 97a C 33/11). Das Landgericht Dortmund hat das Urteil aufgehoben und die Klage abgewiesen (Urteil vom 20. Juli 2012, Aktenzeichen 17 S 55/12).

Der unter anderem für das Wohnungseigentumsrecht zuständige V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat die Revision der Klägerin zurückgewiesen ...

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