Popcornkönig und Dramaqueen

Ein Watchblogger, der ein grundsätzlich inspiriertes, aber letztlich dann doch tendenziöses Blog über die Piratenpartei veröffentlichte, lässt diesen seltsamen Text (wohl) über mich verbreiten, mit dem er mich offensichtlich in Misskredit bringen möchte:

Eines Tages rief ein Bundestagskandidat an. Auch er ein Jurist. Er erklärte mir, wie bedeutsam ihm Transparenz und Journalismus seien. Dann schwenkte er um, unterstellte mir eine gezielte Kampagne gegen ihn und erklärte, aus welchen Gründen man ja mal eine Abmahnung schicken könne. Die Gründe waren nicht inhaltlich. Es ging ums Urheberrecht. Es war eine unverhohlene, zugleich bedacht formulierte Drohung. Übersetzt hieß sie: Entweder ich höre auf, über ihn zu bloggen, oder ich muss mit Urheberrechts-Abmahnungen mit hohem Streitwert rechnen. Nun wurde nicht einmal mehr der Inhalt des Blogs juristisch angegriffen. Das Urheberrecht selbst war die Waffe. Man muss das Programm der Piraten nicht gelesen haben, um zu ahnen, dass dies das genaue Gegenteil dessen ist, wofür die Partei steht.

Das Gespräch habe ich dann doch etwas anders in Erinnerung. Der Blogger hatte ein Bild mit mir verwendet, dabei aber weder die Fotografin um Erlaubnis gefragt noch deren Namen genannt, was beides nun einmal das geltende Urheberrecht verletzt. Last but not least habe übrigens auch ich Persönlichkeitsrechte. Entgegen der naiven Wahrnehmung des Watchbloggers ist die Piratenpartei nicht für Abschaffung des Urheberrechts, sondern gegen anachronistische Gängelung von Internetbewohnern ...

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