Das Jahresende naht: Wie versteuert man Geschenke an Geschäftsfreunde?

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Zum Jahresende ist es üblich, Geschenke an Geschäftsfreunde zu verteilen. Kann man die Kosten dafür als Betriebsausgaben von der Steuer abziehen? Das hängt von einer Reihe komplizierter Voraussetzungen ab:

Geschenke an Geschäftsfreunde sind nur bis zu einem Wert von 35 Euro netto ohne Umsatzsteuer pro Jahr und pro Empfänger abzugsfähig (§ 4 Abs. 5 EStG).Nichtabziehbare Vorsteuer (z.B. bei Versicherungsvertretern, Ärzten) ist in die Ermittlung der Wertgrenze mit einzubeziehen. In diesen Fällen darf der Bruttobetrag (inklusive Umsatzsteuer) nicht mehr als 35 Euro betragen. Es muss eine ordnungsgemäße Rechnung vorhanden sein, auf der der Name des Empfängers vermerkt ist. Bei Rechnungen mit vielen Positionen sollte man eine gesonderte Geschenkeliste anfertigen, die die Namen der Empfänger sowie Art und Betragshöhe des Geschenks auflistet. Schließlich müssen diese Aufwendungen auf ein besonderes Konto der Buchführung „Geschenke an Geschäftsfreunde“, getrennt von allen anderen Kosten, gebucht werden.

Wenn man in einem Wirtschaftsjahr für eine Person insgesamt mehr als 35 Euro für Geschenke ausgibt oder die formellen Voraussetzungen nicht beachtet, kann man diese Kosten nicht abziehen.

Kranzspenden und Zugaben sind keine Geschenke und dürfen deshalb auch nicht auf das Konto „Geschenke an Geschäftsfreunde“ gebucht werden. In diesen Fällen sollte ein Konto „Kranzspenden und Zugaben“ eingerichtet werden.

Unternehmer können dabei Geschenke an Geschäftsfreunde pauschal mit 30 Prozent versteuern. Das gilt aber nicht bei besonders hohen Sachzuwendungen: Die sollen mit dem individuellen Steuersatz des Empfängers besteuert werden. Daher ist die Pauschalierung ausgeschlossen, soweit die Aufwendungen je Empfänger und Wirtschaftsjahr oder je Einzelzuwendung 10.000 Euro übersteigen ...

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