A-B-C des Unterhalts: Buchstabe “I”

Heute beschäftigen wir uns mit dem Buchstaben “I”: Insolvenz, Instandhaltungsrücklage, Interessenskonflikt, Internat, Internationale Zuständigkeit, Isolierte Unterhaltsverfahren, Italien

1. Insolvenz im Unterhaltsrecht

Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens sind rückständige Unterhaltsansprüche Insolvenzforderungen, d.h. sie sind beim Insolvenzverwalter zur Tabelle anzumelden. In bestimmten Fällen hat der Unterhaltsschuldner die Obliegenheit ein Verbraucherinsolvenzverfahern für sich zu eröffnen.

2. Instandhaltungsrücklage

Diese können unter engen Voraussetzungen im Rahmen der Unterhaltsberechnung berücksichtigt werden. Es muß sich dabei um Rücklagen für konkreten Maßnahmen handeln, um die Bewohnbarkeit des Hauses / der Wohnung zu gewährleisten.

3. Interessenkonflikt

Rechtsanwälte unterliegen dem Verbot der Vertretung widerstreitender Interessen (§ 43a Abs. 4 BRAO und § 3 Abs. 1 BORA). Vor allem bei „einvernehmlicher Ehescheidungen” besteht die Gefahr, daß Anwälte plötzlich in gemeinsamer Anwalt beider Parteien sind. Wenn ein Anwalt für die Frau den Ehegattenunterhalt einfordert und den Unterhalt für die minderjährige Kinder, die im Haushalt der Ehefrau leben, geltend macht, besteht keine Interessenkollision. Dies kann sich aber dann ändern, wenn die Kinder volljährig sind. Der betreuende Elternteil muß sich dann an dem Unterhalt anteilig beteiligen.

4 ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK