Deutsch-französisches Recht: Neuer Güterstand

Am 4.2.2010 haben Deutschland und Frankreich durch die Unterzeichnung eines deutsch- französische Abkommens den neuen Güterstand der Wahl-Zugewinngemeinschaft geschaffen.

Am 1. 5.2013 trat in Deutschland und in Frankreich dieses Abkommen in Kraft.

Der Grund für dieses bilaterale Abkommen ist, dass Ehen zwischen Leuten mit verschiedener Staatsangehörigkeit immer verbreiteter werden. Da das Familienrecht in Frankreich und Deutschland sehr unterschiedlich ist, kann das zu rechtlichen Schwierigkeiten führen. In Deutschland ist der gesetzliche Güterstand der Güterstand der Zugewinngemeinschaft. In diesem Güterstand bleibt das Vermögen der Ehegatten grundsätzlich getrennt. Im Falle der Beendigung des Güterstandes findet ein Zugewinnausgleich statt. In Frankreich ist der gesetzliche Güterstand die Errungenschaftsgemeinschaft. Dabei wird das während der Ehe erworbene Vermögen zum gemeinsamen Vermögen der Ehegatten.

Mit dem Abkommen über den Wahlgüterstand der Zugewinngemeinschaft als zusätzlicher neuer Güterstand sollen das deutsche und französische Familienrecht einander angenähert werden. Die Ehegatten können einen Güterstand wählen, der unter den gleichen Bedingungen funktioniert und im Falle der Beendigung des Güterstandes nach den gleichen Regelungen in Deutschland und Frankreich aufgelöst wird.

Der Güterstand der Wahlzugewinngemeinschaft steht den Ehegatten zur Verfügung, soweit für sie das Recht eines Vertragsstaats für ihren Güterstand Geltung hat ...Zum vollständigen Artikel


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