Werden künftig noch Reisekosten vergütet? Fahrtkosten bei auswärtiger Tätigkeit (Teil 2)

(c) Martin Beckmann

Fahrtkosten sind die tatsächlichen Aufwendungen, die dem Arbeitnehmer dadurch entstehen, dass er ein Beförderungsmittel benutzt. Bei öffentlichen Verkehrsmitteln ist das beispielsweise der entrichtete Fahrpreis einschließlich etwaiger Zuschläge.

Was ändert sich steuerlich durch das neue BMF-Schreiben zum Reisekostenrecht (wir berichteten – Teil 1)? In punkto Berücksichtigung der tatsächlichen Fahrtkosten im Zusammenhang mit einer auswärtigen beruflichen Tätigkeit gar nicht allzu viel.

Wer seine Fahrtkosten von der Einkommensteuer absetzen will, kann statt der tatsächlichen Aufwendungen – aus Vereinfachungsgründen – auch eine Kilometerpauschale geltend machen. Diese hängt vom benutzten Verkehrsmittel ab (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4a Satz 2 EStG n.F.). Die höchste Wegstreckenentschädigung nach dem Bundesreisekostengesetz (BRKG) beträgt bei Personenkraftwagen 0,30 Euro und für jedes andere motobetriebene Fahrzeug 0,20 Euro. Wer von der Kilometerpauschale Gebrauch macht, muss demnach die tatsächlichen Kilometerkosten nicht mehr prüfen. Durch diese Neuregelung ist die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes (BFH) zur Prüfung der pauschalen Kilometersätze (Urteil v. 25.10.1985, Az. VI R 15/81 sowie Urteil v. 26.7.1991, Az. VI R 114/88) überholt ...

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