Solidaritätsbeitrag trotz ablösefreiem Transfer

Es ist ein verbreiteter Irrtum von Fussballvereinen, zu glauben, dass wenn für den Transfer eines Spielers keine Entschädigung bezahlt wurde, der Transfer selbstredend „ablösefrei“ war. Wird ein Fussballspieler vor Ablauf seines Vertrags international transferiert, erhalten gemäss Art. 21 des FIFA Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern (RSTP) alle Vereine, die zu seinem Training und seiner Ausbildung beigetragen haben, einen Teil der Entschädigung, die an seinen ehemaligen Verein entrichtet wird (Solidaritätsbeitrag). Gestützt auf diese Regelung könnte angenommen werden, dass wenn dem ehemaligen Verein keine Entschädigung bezahlt wird, auch kein Solidaritätsbeitrag geschuldet ist. In seinem Entscheid vom 17. August 2012, hat FIFA’s Kammer zur Beilegung von Streitigkeiten (KBS) deutlich gemacht, dass sie einen solchen Standpunkt nicht teilt. Im eben erwähnten Fall, haben die Vereine A und R ihre Spieler J und B für je ein Jahr als Leihgabe ausgetauscht. Die Vereine vereinbarten, dass keine Entschädigung bezahlt werden solle. In der Folge hat Verein S, als Ausbildungsverein von Spieler J, vom Verein R einen Solidaritätsbeitrag geltend gemacht ...Zum vollständigen Artikel

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