Technik aktuell: DLR nimmt neue Testanlage am Solarturm Jülich in Betrieb

Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben auf dem Turm des Solarkraftwerks in Jülich eine Receiver-Testanlage in Betrieb genommen. Ein Receiver oder auch Strahlungsempfänger ist die Stelle eines Solarkraftwerkes, an dem die Sonnenstrahlung in Wärme umgewandelt wird. Die Testanlage befindet sich unterhalb des Hauptreceivers, auf einer in den Turm integrierten Forschungsebene. Die federführend im DLR entwickelte neue Generation von Solarreceivern soll die Sonnenenergie deutlich effizienter in Wärme und Strom umwandeln und die Technik damit kostengünstiger machen. Heiße Luft - effizient und immer verfügbar Reflektiert von über 2000 Spiegeln treffen die Sonnenstrahlen am Turmkraftwerk in Jülich auf den Strahlungsempfänger. Die Forscher des DLR-Instituts für Solarforschung verfolgen dabei einen neuartigen Ansatz: Die Sonnenstrahlen werden von einem porösen Keramikquader absorbiert und in Wärme umgewandelt, Temperaturen bis 700 Grad Celsius entstehen. Die so entstandene Wärmeenergie wird an die aus der Umgebung angesaugte Luft abgegeben. Die erhitzte Luft strömt durch den Receiver hindurch und führt die Energie einem Kraftwerksprozess zu. Der Solarreceiver kann durch die Nutzung der immer verfügbaren Umgebungsluft besonders robust arbeiten und ist ideal für den Einsatz in trockenen, sonnenreichen Regionen. Mit diesem Prinzip des sogenannten offenen volumetrischen Receivers arbeitet bereits der Hauptreceiver an der Spitze des 60 Meter hohen Turms in Jülich. An dem Solarkraftwerk, das mit einer elektrischen Leistung von 1,5 Megawatt arbeitet, konnte die Funktionsfähigkeit des Gesamtsystems erstmals in einem Kraftwerk nachgewiesen werden. "Mit der Testanlage geht es nun darum, dieses Prinzip weiterzuentwickeln", sagt Peter Schwarzbözl, der das Projekt beim DLR-Institut für Solarforschung leitet. "Auf der Forschungsebene können wir den Testreceiver leicht umbauen und mit einer umfassenden Messtechnik präzise überwachen ...Zum vollständigen Artikel


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