Der Zurückweisungsbeschluss und die Kosten der Anschlussberufung

Wird eine unselbständige Anschlussberufung dadurch wirkungslos, dass die Hauptberufung nach § 522 Abs. 2 ZPO durch Beschluss zurückgewiesen wird, trägt der Hauptberufungskläger jedenfalls dann die gesamten Kosten des Berufungsverfahrens allein, wenn das Anschlussrechtsmittel wegen der Regelung des § 45 Abs. 2, Abs. 1 Satz 3 GKG nicht zu einer Streitwerterhöhung geführt und damit keine höheren Kosten verursacht hat, als sie auch allein durch die Hauptberufung entstanden wären.

Durch die Zurückweisung der Berufung verliert zugleich die unselbständige Anschlussberufung ihre Wirkung (§ 524 Abs. 4 ZPO), sodass über deren Erfolgsaussicht nicht mehr zu befinden ist.

Die Kostenentscheidung beruht auf § 97 Abs. 1 ZPO. Der Berufungskläger hat die Kosten seines erfolglosen Rechtsmittels zu tragen. Dazu gehören nach Auffassung des Oberlandesgerichts Celle im vorliegenden Fall auch die Kosten der wirkungslos gewordenen Anschlussberufung der Berufungsbeklagten ...

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