Verkauf von Cannabis-Samen auf der Reeperbahn!?

Mich erreichte diese Woche die Frage, wie es sich aus betäubungsmittelrechtlicher Sicht mit dem Verkauf von Cannabis-Samen verhält. Hintergrund sind übereinstimmende Medienberichten von Anfang Juli 2013, nach denen auf dem Kiez in einem Shop namens „Mediseed“ Cannabis-Samen der Sorten „White Russian“ oder „Cotton Candy“ zum Preis zwischen 20 und 70 Euro zum Kauf angeboten. Der Verkauf erfolgte in Automaten, ausschließlich zu medizinischen Zwecken (s. zum Beispiel den Artikel in der Hamburger Morgenpost vom 1.7.2013). Ist dies straflos möglich?

Die Antwort ergibt sich schon aus dem Artikel des Hamburger Abendblatts vom 10.07.2013, wonach die Polizei das Geschäft durchsucht und die Automaten sichergestellt hat, also von einer Strafbarkeit ausgeht.

Cannabis-Samen, die – wie hier - zum Anbau bestimmt sind, sind Betäubungsmittel der Anl. I zu § 1 Abs. 1 des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG), womit der Besitz, Erwerb oder das Handeltreiben nach den §§ 29 ff. BtMG mit Strafe bedroht sind. Es spielt dabei auch keine Rolle, dass die Samen kein THC enthalten.

Ebenso wenig macht es einen Unterschied, dass der Verkauf angeblich ausschließlich zu medizinischen Zwecken erfolgen soll ...

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