Rotmilan und Schwarzmilan im Bündnis der Natur gegen Windfarm

Windkraftanlagen beschäftigen zunehmend die Gerichte.

Gegen das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt wird demnächst das Revisionsverfahren einer Klägerin beim Bundesverwaltungsgericht verhandelt, welche die Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung für die Errichtung einer Windfarm durchzusetzen versucht. Diese Windfarm sollte ursprünglich den Betrieb von 17 Windenergieanlagen umfassen.

Das beklagte Landesverwaltungsamt lehnte den Genehmigungsantrag ab, weil das Vorhaben mit dem Artenschutz nicht vereinbar sei:

In einer Entfernung von ca. 1 500 m zu den äußeren Windenergieanlagen befänden sich Brutplätze des Rotmilans; in einer Entfernung von ca. 500 m gebe es einen in zurückliegenden Jahren genutzten Brutplatz des Schwarzmilans. Der Verlust einzelner Exemplare während der Brutzeit habe Auswirkungen auf den Fortbestand der regionalen Population.

Zudem befänden sich in einem Umkreis von 10 km um das Vorhaben bereits neun Windfarmen mit ca. 190 Windenergieanlagen.

Das Verwaltungsgericht hat den Beklagten zur Erteilung der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung verpflichtet, weil die Gefahr für die Greifvögel relativ gering sei ...

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