Rezension Zivilrecht: Rechtstheorie

Rüthers / Fischer / Birk, Rechtstheorie mit Juristischer Methodenlehre, 7. Auflage, C.H. Beck 2013 Von Richter am Amtsgericht Carsten Krumm, Lüdinghausen In mittlerweile 7. Auflage liegt dieses Grundlagenbuch der Autoren Rüthers, Fischer und Birk vor. „Rechtstheorie mit Juristischer Methodenlehre“ klingt dabei zunächst einmal nicht nach einem Buch, das ein echtes „Muss“ ist. Dabei muss ich zugeben, dass ich selbst als Student um Bücher mit wenig greifbaren Titeln und mit wenig unmittelbaren Bezug zur ja im Vordergrund stehenden Falllösung regelmäßig einen weiten Bogen gemacht habe. Wahrscheinlich geht dies auch manch anderen aus dem „Rezensenten-Team“ so. Natürlich ist es noch nicht zu spät dazu zu lernen, so dass sich mich durchaus freute, mich für die Rezension dieses Buches melden zu können. Das Buch behandelt nämlich Grundfragen der Juristerei, die durchaus in allen denkbaren Rechtsbereichen zum Tragen kommen können und die eigentlich zum Grundrüstzeug eines jeden Juristen gehören sollten. Los geht es dabei mit allgemeinen Grundfragen zur Rechtstheorie, die sich auch unter anderem mit dem Kapitel „Die Unruhe in der Juristenausbildung – Ausbildungskrise als Grundlagenkrise“ befassen. Letztlich zeigen diese Ausführungen genau das, was ich anfangs in dieser Rezension beschrieben habe: den Drang der Juristenausbildung zur bloßen Falllösung, ohne jedoch die Rechtstheorie hinreichend zu würdigen. Die Funktionen des Rechts, die man angesichts vieler „Klipp-Klapp-Schemata“ im Studium als Student schon einmal aus den Augen verlieren kann stehen dann im Mittelpunkt. Erörtert werden dabei etwa die politische Dimension des Rechts, die Probleme der Sprache bei der Anwendbarkeit und Ausgestaltung von Gesetzen, die existierenden Rechtsquellen und auch das Verhältnis der Juristerei zu anderen Wissenschaften ...Zum vollständigen Artikel


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