Inlineskaten auf der Gegenfahrbahn

Eine Inlineskaterin, die mittig auf der Gegenfahrbahn fährt, hat einen Verkehrsunfall mit einem Pkw in erheblichem Umfang selbst verschuldet und 75 % ihres Schadens selbst zu tragen.

So die Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm in dem hier vorliegendn Fall einer Inlineskaterin, die von der Haftpflichtversicherung des Fahrzeugführers Schadensersatz für ihre Verletzungen verlangt hat. Die seinerzeit 49jährige Klägerin aus Schloß Holte-Stukenbrock verunfallte im September 2011 außerhalb einer Ortschaft auf der Hohen Straße in Schloß Holte-Stukenbrock, als sie – inlineskatend – mit dem vom Beklagten aus Schloß Holte-Stukenbrock geführten Pkw zusammenstieß. Vor dem Unfall befuhr sie die ca. 4m breite Straße in einer schlecht einsehbaren, langgezogenen Linkskurve mittig der Gegenfahrbahn. Der ihr mit seinem Fahrzeug entgegenkommende Beklagte bremste und wich zu seinem rechten Fahrbahnrand aus, ohne den Zusammenstoß abwenden zu können. Bei diesem erlitt die Klägerin schwere Verletzungen, u.a. mehrere Frakturen und Platzwunden mit – nach ihrem Vortrag – dauerhaft verbliebenen gesundheitlichen Einschränkungen. Vom beklagten Fahrzeugführer und seiner mitverklagten Haftpflichtversicherung hat die Klägerin 100%igen Schadensersatz verlangt, u.a. ein Schmerzensgeld in der Größenordnung von 80.000 € und ca. 40.000 € als Ausgleich für materielle Schäden. Nachdem das erstinstanliche Urteil des Landgerichts Bielefeld nicht das erwünschte Ergebnis gebracht hat, ist beim Oberlandesgericht Hamm Berufung einglegt worden ...

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