Einflügelige Holzfenster in der Denkmalzone

Besteht der Schutzzweck einer Denkmalzone in der Erhaltung der Gebäudeformen und der Anordnung der historischen Bebauung, die das Straßen- und Ortsbild kennzeichnet – aber konkrete Details einzelner untergeordneter Bauteile der Häuser oder Gehöfte sind hingegen nicht erfasst, kann dem Eigentümer eines Gebäudes in dieser Denkmalzone nicht der Einbau von ganz bestimmten Fenstern vorgeschrieben werden, wenn die von ihm vorgesehenen Fenster weder die Form noch die Substanz der betroffenen Giebelwand verändern.

Mit dieser Begründung hat das Verwaltungsgericht Neustadt in dem hier vorliegenden Fall der Klage eines Hauseigentümers stattgegeben, der sich gegen die Auflage der Unteren Denkmalschutzbehörde gewandt hat, bei der Instandsetzung des Fachwerkgiebels zweiflügeligen Holzfenstern mit echtem Wetterschenkel und mindestens zwei Sprossen (als sog. Wiener Sprosse) je Flügel zu verwenden. Der Kläger ist Eigentümer eines alten Fachwerkhauses, welches in der Denkmalzone “Theodor-Heuss-Straße” im Neustadter Ortsteil Lachen-Speyerdorf liegt. Die Denkmlzone dient nach der ihr zugrunde liegenden Rechtsverordnung der Erhaltung des diesen Bereich kennzeichnenden Straßen- und Ortsbildes mit den zugehörigen Haken- und Dreiseithöfen sowie der ein- bis zweigeschossigen Fachwerkhäuser einschließlich ihrer Scheunen und Gärten.

Im Jahr 2012 stellte der Kläger bei der Stadt einen Antrag auf Genehmigung der baulichen Sanierung des straßenseitigen Fachwerkgiebels. U. a. sollen anstelle der im 1. Obergeschoss vorhandenen zwei unterschiedlich großen Fenster drei gleich große schmale Fenster in regelmäßigen Abständen zwischen die Ständer des Fachwerks eingepasst werden. Hierbei soll es sich um einflügelige Holzfenster ohne Sprossenunterteilung handeln ...

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