Ausrottung einer bestimmten Art und Gruppe von Menschen durch medizinische Tests ?

Das ist – auch irgendwie – einer der Kernfragen eines Beitrages über den Traum vom perfekten Kind, den ich Ihnen als sehenswert empfehlen möchte.

Die Möglichkeit einerseits, dies medizinisch tun zu können. Die Frage, ob einem Menschen das dazu erforderliche Wissen uneingeschränkt zur Verfügung gestellt werden darf oder sogar muss, der dies dann entscheiden kann, die andere.

Nicht die beiden einzigen Fragen.

Fragen wie diese waren es – en passant bemerkt – die mich kurz vor meinem ersten Staatsexamen rechtlich beschäftigten. Als die sog. Benda-Kommission Fragen in die öffentliche und rechtliche Diskussion um Gentechnikgesetz und Embryonenschutz brachte. Es waren diese Fragen, Veranstaltungen, die ich dazu besuchte, in denen Benda (und andere der rechtlichen und medizinischen Fachdisziplinen und interdisziplinären Arbeitsgruppen und deren Vertreter) dazu referierten, Literatur, die darüber auf meinen Schreibtisch kam, die mich zunächst zu diesen Fragen und über diese ausschlaggebend zu meinem beruflichen anwaltlichen wie juristischen Fokus des Medizin- und Gesundheitsrechts führten.

Im privaten Umfeld meiner Freundinnen habe ich erlebt, wie eine von ihnen nur zwei Jahre nach der Geburt meines eigenen Sohnes und selbst in einem Alter, in dem keine Frau üblicherweise mit der Verdachtsdiagnose einer chromosomalen Abweichung rechnen würde (zwischen 25. und 30. Lebensjahr) während ihrer Schwangerschaft mit eben einer solchen konfrontiert wurde. Über Stil und social skills der betreuenden Gynäkologin, die meine Freundin mir am Rande dabei schilderte, legen wir den Mantel des Schweigens, das wäre ein eigenes Thema. Erwähnt sei davon nur, dass ihr die Fruchtwasseruntersuchung gleichsam als einzig verantwortungsvolle “Option” als werdende Mutter mitgeteilt wurde ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK