Zeiten für Hundegebell

Immer wieder kommt es zu Streitigkeiten zwischen Nachbarn aufgrund von Hundegebell. Gerichte praktisch aller Instanzen haben sich damit zu beschäftigen.

Die obergerichtliche Rechtsprechung stellt auf der einen Seite auf die Dauer des Bellens ab und auf der anderen Seite auf die Ruhezeiten, konkret die Mittagszeit, die Zeit der Nachtruhe und zum Teil auch auf Wochenenden und Feiertage.

In den Einzelheiten weichen die Entscheidungen voneinander ab, sind aber nicht in allen Punkten widersprüchlich, da die Gerichte nicht über die jeweiligen Anträge der Kläger hinausgehen können und sich u.a. auch deshalb die Auffassungen der Gerichte zum Teil nur aus den Urteilsbegründungen und dem Zusammenhang erschliessen.

Das Oberlandesgericht Hamm hatte einen Fall zu entscheiden, in dem sich de Kläger u.a. gegen Hundegebell wandte. Dort wurden keine Beschränkungen für das Hundegebell ausgeurteilt, da der Kläger nur eine Beschränkung dahingehend begehrt hatte, dass die Hunde

nicht länger als 30 Minuten täglich, nicht länger als 10 Minuten am Stück, nicht in der Nachtruhe von 19.00 bis 08.00 Uhr und nicht in der Mittagszeit von 13.00 bis 15.00 Uhr

sollten bellen dürfen.

Da das Gericht nicht feststellen konnte, dass die Hunde in der Vergangenheit überhaupt diese Zeitspannen “mißachteten”, kam es insoweit zu keinem Urteilsausspruch.

Auf der anderen Seite stand in derselben Entscheidung die Lärmbelästigung durch das Krähen von Hähnen auf dem Prüfstand. Insoweit wurde dem Beklagten das Halten von Hähnen untersagt, soweit deren Krähen vond en Nachbarn zu hören war

in der Nachtruhe von 19.00 bis 08.00 Uhr bzw. 09.00 an Wochenenden und Feiertagen.

Im Folgejahr hatte sich das Oberlandesgericht Hamm erneut mit dieser Thematik zu befassen. Das Gericht stellte nochmals fest, dass nach § 906 Abs ...

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