Umfassende Internet-Überwachung an Schweizer Schulen

In der Schweiz erfolgt der Internet-Zugang an Schulen üblicherweise über das staatliche Telekommunikations-Unternehmen Swisscom. Im Rahmen der Initiative «Schulen ans Internet» verbindet Swisscom nach eigenen Angaben 6’800 Schulen mit 100’000 Lehrern und einer Million Schülern mit dem Internet – und diese werden dabei jederzeit umfassend überwacht, wie Philippe Wampfler in seinem «Schule Social Media»-Weblog aufgedeckt hat. Die Überwachung – in erster Linie soll verhindert werden, dass Schüler beliebige Inhalte abrufen können – betrifft auch verschlüsselte Verbindungen und erfolgt durch das amerikanische Unternehmen Zscaler über eine eigene Cloud in der Schweiz (PDF).

Da verschlüsselte Verbindungen nicht gefiltert werden können, nutzt Swisscom einen Man-In-The-Middle-Angriff (MITM-Angriff) um die Verschlüsselung auszuhebeln, wie die Beratungsstelle für digitale Medien in Schule und Unterricht (imedias) schreibt. Sie setzt dafür gefälschte Zertifikate ein und verhindert ausserdem, dass die Browser der Lehrer und Schüler mit Warnmeldungen auf den MITM-Angriff hinweisen (Anleitung als PDF). So kann Swisscom mit einem Proxy-Server unbemerkt auch verschlüsselte Verbindungen überwachen und beispielsweise den Zugriff auf unerwünschte Inhalte blockieren ...

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