Hätte er mal bloss noch nicht ausgestempelt gehabt, der Kranführer….

Ein Kranführer.

Tödlicher Unfall auf dem Betriebsgelände seines Arbeitgebers, einem holzverarbeitenden Betrieb. Man findet ihn dabei nur zufällig. Und zwar eingeklemmt. Auf einem Kran oberhalb von Arbeitskanzel und Laufschiene eingeklemmt. Auf dem Kran arbeitete man im Dreischichtbetrieb. Und der schichtfolgende Kollege bemerkte ihn dort nicht. Sondern erst, als der Kran automatisch stoppte, weil durch den Körper des Kollegen der Nothebel oberhalb des Krankanzeldaches gedrückt worden war.

Das Sozialgericht Gießen hat jetzt die Klage einer Witwe gegen die Berufsgenossenschaft Holz und Metall auf eine Hinterbliebenenrente abgewiesen. Auf dem Firmengelände betrieb der Verstorbene zudem einen Privatgarten und verarbeitete Abfallhölzer auf eigene Rechnung zu Brennholz.

Man wird wohl annehmen dürfen: Nicht mit dem Kran oder auf diesem. (?!?)

Er verstarb an inneren Verletzungen, weil er in dem Betrieb auf einem Kran oberhalb von Arbeitskanzel und Laufschiene eingeklemmt wurde.

Die genauen Umstände, wie und weshalb er sich dorthin begab, sind ungeklärt. Laut Stechkarte hatte der Mann sich zum Zeitpunkt des Unfalls bereits ausgestochen und die Frühschicht beendet.

Die Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung eines Arbeitsunfalls und Hinterbliebenenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung ab. Es hätten keine betrieblichen Gründe ermittelt werden können, welche den Versicherten nach Beendigung seiner Schicht hätten dazu veranlassen können, nochmals den Kran zu besteigen, der Unfall habe sich somit nicht während einer versicherten Tätigkeit ereignet ...

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