Werden künftig noch Reisekosten vergütet? Teil 1: Die Tätigkeitsstätte

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Zum Jahreswechsel wird sich im Reisekostenrecht vieles ändern. Dafür sorgt ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) vom 30.9.2013 (GZ IV C 5 – S 2353/13/10004). Es gibt neue Definitionen, wie die Tätigkeitsstelle festgelegt wird, was alles unter Fahrtkosten fällt und wie man die Verpflegungsmehraufwendungen berechnet – und vieles mehr.

Was sich im Einzelnen ändert, möchten wir Ihnen in den kommenden Wochen in regelmäßigen Abständen in einer kleinen Blog-Serie vorstellen. Wir beginnen die Reihe heute mit dem Teil 1 zur Frage, wie künftig die Tätigkeitsstätte festgelegt wird.

Die Tätigkeitsstätte mit Festlegung – Anwendung der Regelungen bei Arbeitnehmern

Anfang dieses Jahres hat der Gesetzgeber das steuerliche Reisekostenrecht grundlegend umgestaltet (BGBl. I S. 285). Regelungen der Lohnsteuer-Richtlinien, die von den neuen Vorschriften abweichen, sind künftig nicht mehr anzuwenden.

Ein zentraler Punkt der ab 1.1.2014 in Kraft tretenden Neuregelungen betrifft die Frage, wann man überhaupt von einer beruflich veranlassten Reise sprechen kann. Maßgeblich dafür ist, dass der Arbeitnehmer vorübergehend an einer anderen Stelle arbeitet als an der seines Wohnorts oder seiner „ersten Tätigkeitsstelle“. Dieser Begriff der „ersten Tätigkeitsstätte“ ersetzt künftig den Begriff der „regelmäßigen Arbeitsstätte“ und ist im § 9 Abs. 4 Satz 1 EStG n.F. erstmalig definiert

Der Arbeitnehmer kann nunmehr – je nach Dienstverhältnis – höchstens eine erste Tätigkeitsstätte oder ggf. nur auswärtige Tätigkeitsstätten haben (§ 9 Abs. 4 Satz 5 EStG n.F.). Die Tätigkeitsstätte ist zwar im Prinzip immer eine ortsfeste betriebliche Einrichtung, darunter fallen aber auch Fahrzeuge, Flugzeuge oder Schiffe. Das Arbeitszimmer ist – wie bisher – keine betriebliche Einrichtung des Arbeitsgebers oder eines Dritten und kann daher auch zukünftig keine erste Tätigkeitsstätte sein ...

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