Einkünftequalifikation: Personengesellschaft mit Übersetzer- und Dolmetschertätigkeiten

In Bezug auf Übersetzungsbüros fordert die "Stempeltheorie", dass der individuelle, über die Leitungsfunktion hinausgehende Einsatz eines Steuerpflichtigen, der die wichtigste Sprache seines Übersetzungsbüros beherrscht, den gesamten Bereich der betrieblichen Tätigkeit umfassen muss, wenn die Voraussetzungen für ein freiberufliches Unternehmen gegeben sein sollen. Die Ausführung jedes einzelnen Übersetzungsauftrags muss daher durch die unmittelbare, persönliche und individuelle Arbeitsleistung des Freiberuflers (bzw. der Gesellschafter) und dessen (deren) Fachkenntnissen geprägt werden (FG Köln 24.10.12, 15 K 4041/10, Rev. BFH VIII R 45/13). Der BFH muss nun in der Revision die Frage klären, ob eine auf technische Übersetzungen spezialisierte GbR, die Fremdübersetzer für die nicht von ihren Gesellschaftern beherrschten Sprachen einsetzt, eine einheitliche Tätigkeit ausübt, bei der das freiberufliche Element vorherrscht? Die Klägerin ist eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, die Einkünfte aus Übersetzer- und Dolmetschertätigkeit erzielte ...Zum vollständigen Artikel

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