Vorsicht vor Sozialversicherung und Zoll bei der Zusammenarbeit mit freien Mitarbeitern – Freelancern – Honorarkräften +++ echte freie Mitarbeiter gibt es kaum

1. Die Beschäftigung von Honorarkräften (freien Mitarbeitern) ist gerade bei jungen Start-Up-Unternehmen die Regel. Die Probleme, die dabei entstehen (können), sehen weder die Unternehmen noch die freien Mitarbeiter. Im Zweifel gilt: Lieber anstellen als später drauf zahlen. 2. Stellt sich später raus, dass der freie Mitarbeiter tatsächlich Arbeitnehmer war, enstehen ganz erhebliche rechtliche und wirtschaftlich Folgen, insbesondere für den vermeintlichen Auftraggeber, der dann die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung nachzahlen, seine Umsatzsteuererklärungen wegen der Vorsteuer korrigieren und ggfs. für die Lohnsteuer des Mitarbeiters haften darf.

Die Betriebsprüfer der Rentenversicherung und der Finanzämter verlangen zielorientiert, die Vorlage der Unterlagen über sog. Fremdleistungen und die dazugehörenden Verträge und Rechnungen. Ihren Steuerberatern legen die Unternehmen die Daten leider häufig nicht vor. Keinem Berater fallen so die Fehler auf, die junge Unternehmer begehen. Die Behörnden tauschen ihre Daten aus. (§31a AO, §68 SGB X). Die Gerichte haben Erkenntnisse von Steuerstraftaten an das Bundesamt für Steuern in Bonn zu melden (§ 116 AO). Die Zollverwaltung ist nach § 2 SchwarzArbG zuständig für die Überprüfung der Pflichten nach § 28a SGB IV. In diesem Zusammenhang erlässt das Hauptzollamt in eigener Zuständigkeit Prüfungsverfügungen und erhebt regelmäßig die Daten bei den Arbeitgebern, Auftraggebern und dessen Mitarbeitern sowie sonstigen Dritten ...

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