Geschenkt ist geschenkt, auch beim iPad.

Man sagt viel über die „heutige“ Generation von Arbeitnehmern. Auch, dass die Statussymbole sich geändert hätten. Früher Benz, heute iPad.

Für einen Kölner Betrieb stimmt das in ganz besonderem Maße. Er hat auch eine sehr großzügige Mitarbeitermotivationsstrategie, glaubt man dem Bonner „General-Anzeiger“. Auf seiner Weihnachtsfeier hat er jedem Arbeitnehmer – ein iPad geschenkt. Das ist toll. Was er damit erreichen wollte, ist recht bescheiden und so in der Zeitung nachzulesen:

Der Arbeitgeber…wollte mit dieser nicht angekündigten Geschenkaktion die in der Vergangenheit geringe Teilnehmerzahl an Betriebsfeiern steigern…

Hervorhebung von mir.

Das ist löblich. Es muss ja auch jemand auf die Betriebsfeiern kommen, sonst muss der Geschäftsführer den Champagner alleine austrinken.

Eine alte und nicht gern zitierte Regel behauptet, dass Großzügigkeit im Arbeitsverhältnis sich nicht immer auszahlt, wenn man sie den falschen Leuten angedeihen lässt. Weiß jetzt auch der Kölner Betrieb. Denn der hat sicher nicht schlecht gestaunt, als eine Arbeitnehmerin, wir nennen sie Heidi X, ihm mit einer Klage kam.

Heidi war nicht auf der Betriebsfeier. Heidi war an jenem Tag krank. Sie hat deshalb leider kein iPad bekommen und im Nachhinein wollte der Arbeitgeber ihr auch keins mehr geben. Deshalb hat Heidi ihren Arbeitgeber verklagt; das iPad, so ihr findiger Anwaltskollege, sei eine Entgeltleistung ...

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