Im Arzthaftungsrecht ist der medizinische Sachverständige entscheidend…

… doch was tun, wenn dieser auf der Seite des Arztes steht?

Streiten sich Patient und Arzt über die Frage, ob es zu einem Behandlungsfehler gekommen ist, so müssen häufig Gerichte entscheiden. Ein Gericht darf jedoch einen Arzthaftungsprozess nicht entscheiden, ohne zuvor einen medizinischen Sachverständigen befragt zu haben. Dem Sachverständigen kommt deshalb eine überragende Bedeutung in diesen Prozessen zu. Nicht selten folgen die Gerichte seinen Ausführungen uneingeschränkt.

Rechtsanwalt Malte Oehlschläger, Fachanwalt für Medizinrecht

Im Idealfall ist dieser medizinische Sachverständige objektiv.

Im Idealfall steht der Sachverständige weder auf der Seite des Arztes, noch auf der Seite des Patienten.

Im Idealfall steht er ausschließlich auf der Seite der Wissenschaft.

Die Praxis zeigt jedoch, dass es sich in der Realität anders verhält als im Idealfall. Nicht selten ist es so, dass der Sachverständige auf der Seite des Arztes steht und diesen in Schutz nimmt.

Was können die Ursachen dafür sein und was muss der Rechtsanwalt in einem solchen Fall tun?

Ursachen Als Ursachen kommen insbesondere die folgenden Aspekte in Betracht:

wirtschaftliche Interessen (Honorare, die in keinem angemessenen Verhältnis zum Arbeitsaufwand stehen), akademischer Schulterschluss, kollegiale Schutztendenz, berufliche Kooperation, gemeinsame Vernetzung, private Bekanntschaft, Sorge darum, der Sachverständige könnte von dem Arzt selbst einmal begutachtet werden ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK