Arbeitgeber, der Schwangerschaft nicht kennt, diskriminiert schwangere Mitarbeiterin nicht

Hat ein Arbeitgeber einer Angestellten ohne Wissen von deren Schwangerschaft gekündigt, stellt der anhaltende Streit um Kündigung und ausgebliebene Lohnzahlungen noch keine Diskriminierung dar. Denn ohne Kenntnis von der Schwangerschaft ist eine Benachteiligung wegen des Geschlechts schlicht nicht möglich, urteilte am Donnerstag, 17.10.2013, das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt (AZ: 8 AZR 742/12).

Damit muss eine zunächst gekündigte Personalsachbearbeiterin auf die von ihr geforderte Diskriminierungsentschädigung in Höhe von drei Monatsgehältern verzichten. Die Frau war befristet eingestellt worden, erhielt jedoch bereits in der Probezeit am 18.11.2010 ihre Kündigung. Vier Tage später informierte die Frau ihren Arbeitgeber, dass sie schwanger sei. Gleichzeitig hatte ein Arzt ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen.

Der Arbeitgeber hielt trotz Schwangerschaft der Frau an der Kündigung zunächst fest und verweigerte auch die Lohnzahlung ...

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