Anwaltsgebühren erstattungsfähig?

Das Landgericht Chemnitz hat mit Urteil vom 29. August 2012 (Az.: 6 S 105/12) entschieden, dass kein Verstoß gegen die Schadenminderungspflicht vorliegt, wenn der Geschädigte einen Rechtsanwalt beauftragt, nachdem ein Kfz-Haftpflichtversicherer ihn darauf hinweist, dass er eine für die Reparaturwerkstatt dringend benötigte Kostenübernahmeerklärung erst nach Eingang der Schadenanzeige abgeben könne.

Mit seinem Pkw war der Kläger an einem Sonntag unverschuldet in einen Unfall verwickelt worden. Tags darauf setzte er sich telefonisch mit dem Versicherer des Unfallverursachers in Verbindung. Der Sachbearbeiter sagte ihm, dass er eine für die Werkstatt benötigte Kostenübernahme-Erklärung nicht abgeben könne, weil noch keine Schadenanzeige des Versicherten vorliegen würde.

Sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch wurde dem Kläger die gleiche Auskunft erteilt. Nachdem er bei einem weiteren Versuch zwei Tage später noch immer keine Zusage erhalten hatte, beauftragte er einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung seiner Interessen. Dies hielt der Versicherer für voreilig. Nach Eingang der Schadenanzeige seines Versicherten erklärte er sich zwar dazu bereit, den Schaden zu regulieren ...

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