Rezension: The Surveillance-Industrial Complex. A political economy of surveillance

Dieser Blogpost stellt den Auftakt einer neuen Serie auf Criminologia dar: zusammen mit dem Surveillance Studies Blog werden zukünftig Bücher aus den Bereichen Überwachung & Kontrolle und Kriminologie rezensiert und die Rezensionen auf beiden Blogs veröffentlicht.

Den Anfang macht die nachstehende Rezension von Florian Zappe (Berlin) zu “The Surveillance-Industrial Complex. A political economy of surveillance”.

Titel: The Surveillance-Industrial Complex. A political economy of surveillance Herausgeber: Ball, Kirstie; Snider, Laureen Jahr: 2014 Verlag: Routledge ISBN: 978-0-415-63447-2 Diese Rezension wurde verfasst von Florian Zappe, Berlin.

In seiner „farewell address“ zu seinem Ausscheiden aus dem Amt im Jahr 1961 warnte der amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower vor dem Entstehen eines „militärisch-industriellen Komplex“ – einer Verbindung von ökonomischen und militärischen Interessen, deren Einfluss auf Politik und Gesellschaft eine Bedrohung für die freiheitliche Demokratie darstellen würde. Ein halbes Jahrhundert später ist es ein Ableger des militärisch-industriellen Komplexes, der in beinahe allen gesellschaftlichen Bereichen endgültig Wurzeln geschlagen hat und einer ähnlich beschaffenen diskursiven Logik folgt: der „Surveillance-Industrial Complex“, kurz SIC. Im Informationszeitalter stellt er eine nicht minder große Gefahr dar.

Der von Kirstie Ball und Laureen Snider herausgegebene Band The Surveillance-Industrial Complex. A political economy of surveillance versammelt namhafte Autoren der Surveillance Studies, um diese „intersection with – or to put it more accurately – the embeddedness of surveillance processes within the agendas of global capital and the state“ (S. 5) im Zeitalter des Neoliberalismus zu untersuchen ...

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