Unzulässige Videokamera des Arbeitgebers führt zu Dünnpfiff bei Mitarbeiter

Zur Verhinderung von Diebstählen dürfen Arbeitgeber nur dann eine Videoüberwachung einrichten, wenn es tatsächlich zu konkreten Straftaten gekommen ist. Verlangt ein überwachter Arbeitnehmer Schadenersatz für psychosomatische Beschwerden wie Durchfall, muss umgekehrt aber auch er belegen, dass diese tatsächlich durch die Kameras ausgelöst wurden, heißt es in einem am Freitag, 18.10.2013, veröffentlichten Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz (AZ: 2 Sa 12/13).

Danach muss sich ein Weber mit einem Schmerzensgeld von 850,00 € statt der geforderten 10.000,00 € begnügen. In der Produktionshalle seiner Weberei hatte der Arbeitgeber Videokameras angebracht. Diese überwachten das Rolltor und den Gang dorthin. Auch einige Webmaschinen wurden mit von den Kameras erfasst. An einer davon arbeitete der klagende Weber.

Der Arbeitgeber behauptete, die Kameras seien zur Verhinderung von Diebstählen notwendig ...

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