Section 1502 des Dodd-Frank Act: Von Konfliktmetallen, Selbstauskünften und Weltverbesserern

Konfliktmetalle sind ein heikles Thema: Mineralien wie Tantal, Zinn und Gold sind für die moderne Elektronikindustrie unverzichtbar – einige Abbaugebiete für deren Erze liegen aber unglücklicherweise mitten in einer Bürgerkriegsregion. Die USA haben nun einen spannenden Weg gefunden, die Finanzierung der Warlords trockenzulegen. Das einzige Problem: Sie quälen damit zahllose mittelständische Elektro-, Elektronik- und Metallwarenhändler auf der ganzen Welt.

Hintergrund

Der Bürgerkrieg in der Demokratischen Republik Kongo und den angrenzenden Staaten wird von den Milizen auch durch Metallhandel finanziert: Direkt durch die Gewinnung von Erzen in primitiven Bergwerken, und indirekt durch Erhebung illegaler Zölle auf den Handelsrouten, auf denen Erz transportiert wird. Diese Finanzquelle wollen die USA nun trockenlegen, indem sie allen an der US-Börse notierten Unternehmen dazu zwingen, Ihre Produkte von „Konfliktmetallen“ aus den betroffenen Regionen zu säubern. Konkret betroffen sind dabei die Metalle  Gold,  Tantal,  Wolfram (auch „Tungsten“) und  Zinn.

Hinsichtlich dieser Metalle müssen die betroffenen Unternehmen ihre vollständigen Zuliefererketten offenlegen.

Problemlage

Und genau da fängt das Problem an: US-Unternehmen kaufen natürlich nicht nur in den USA ein, sondern auf der ganzen Welt (abgesehen davon sind auch Unternehmen aus den verschiedensten Nationen an der US-Börse notiert) ...

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