Fälschungen einkaufen – zu schön um wahr zu sein

Zu schön um wahr zu sein – ein wunderbarer Titel für eine Kampagne der EU gegen Produktpiraterie. Es handelt sich um ein Thema, das nicht nur Unternehmer sondern auch Verbraucher angeht und welches bei weitem nicht nur rechtliche Relevanz hat.

Unter Produktpiraterie versteht man die Herstellung und den Vertrieb von “nachgeahmten” Produkten. Bei der Nachahmung werden meist Urheber- und Markenrechte der Originalhersteller verletzt. Die gefälschten Produkte werden regelmäßig aus dem Nicht-EU-Ausland in die EU eingeführt.

Die Motivation zur Herstellung der gefälschten Produkte ist offensichtlich. Mit dem Vertrieb gefälschter Ware können Umsätze erzielt werden, die das straf- und zivilrechtliche Risiko einer Inanspruchnahme bei weitem überwiegen.

Es stellt sich die Frage, weshalb Fälschungen so gut verkauft werden. Meines Erachtens aus zwei Gründen:

Zum einen gibt es einen (viel zu) großen Markt für offensichtliche Fälschungen. Viele Verbraucher kaufen im vollen Bewusstsein gefälschte Produkte ein. Gerade im Bereich des Luxusgüter gibt es prestigeträchtige Waren, mit denen sich Verbraucher gerne schmücken, um vermeintlichen wirtschaftlichen Erfolg zu suggerieren. Es sieht in den Augen vieler Verbraucher “besser” aus, wenn das Geld aus dem Louis Vuitton Portemonnaie gezückt wird, dabei die Breitling kurz hervorblitzt und der Einkauf in der Tasche von Prada verstaut wird ...

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