Bestimmen demnächst Unternehmensberatungen die Höhe der Mietzuschüsse für Hartz IV?

Wenn es Schule machen sollte, was Augsburg einer aktuellen Meldung zufolge praktiziert, dann muss man damit vielleicht rechnen. Und vor allem mit weniger rechnen. Als Hartz-IV-Empfänger.

In Augsburg nämlich hat man eine Unternehmensberatung aus Nürnberg damit befasst, Mietkosten ermitteln zu lassen. Das soll dem Bericht zufolge unter Einbeziehung von Sozialdaten

(ach, welchen? in welchem Umfang, welchem Ausmass, welcher Spezifizierung? Zeitlich? Räumlich? Personenbezogen?)

und der Befragung von Mietern

(welchen, wievielen, auf welchem Weg, nach welchen Datensätzen und statistischen Merkmalen ?)

und Unternehmen der Wohnungswirtschaft

(dito, siehe oben)

erfolgt. Wenige Klicks genügen, um jene Unternehmensberatung im Net zu finden und sich – bei Lektüre der angebotenen Dienstleistungen – durchaus weitere Gedanken zu machen, ob Kommunen sich (völlig unabhängig von der konkreten Unternehmensberatung) tatsächlich solcher bedienen sollten und dürften, wenn es um die Berechnung von Sozialleistungen und deren Berechnungsgrundlagen geht.

Warum ist das überhaupt erforderlich? Dem Bericht zufolge hat man in Augsburg die Berechnungen aufgrund von u.a. Zeitungsinseraten und deren Auswertung vorgenommen. Das klingt ein bisschen nach weniger statistisch valider Ermittlung, wohl aber durchaus nach dem realen und praktisch vorhandenen und damit verfügbarem Mietpreisvolumen, das Mieter aufwenden müssen, um als Leistungsempfänger oder nicht, Wohnraum zu erhalten. Natürlich wäre eine weniger punktuelle Auswertung von Daten wünschenswert. Hierfür gibt es in Städten und Kommunen daher teils sog. Mietpreisspiegel. In Augsburg nicht ...

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