Eine gutgemeinte richterliche Drohung geht nach hinten los

Diese Woche war ich in einer Verhandlung, in welcher ein geschätzter Richter fast über das Ziel hinausgeschossen ist.

Meine Mandantin wurde bei einem Ladendiebstahl erwischt. Bei der Festnahme soll sie sich gewährt haben, wodurch das Handy eines Detektivs beschädigt worden sein soll. Bei der Durchsuchung meiner Mandantin wurde eine Nagelschere gefunden.

Bereits im Ermittlungsverfahren regte ich trotz einer einschlägigen Vorstrafe eine Einstellung gem. § 153 a StPO gegen Geldzahlung an. Zunächst trug ich vor, dass es sich bei einer Nagelschere nicht um eine Waffe oder gefährlichen Gegenstand handeln würde und unsere Mandantin völlig vergessen hatte, die Nagelschere bei sich zu führen. Meiner Anregung wurde leider nicht nachkommen. Stattdessen wurde ein Strafbefehl wegen Diebstahls mit Waffen erlassen. Gegen diesen legte ich Einspruch ein.

Vor der Verhandlung im Gerichtssaal wurde wie häufig die Angelegenheit zwischen Gericht, einem Referendar als Vertreter der Staatsanwaltschaft und mir besprochen ...

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