Pippi-Langstrumpf-Verkleidung ist nicht unbedingt eine Urheberrechtsverletzung

(c) Martin Beckmann

So reizvoll es ist, mit bekannten Figuren zu werben oder Produkte an solche bekannten Figuren anzulehnen, so gefährlich kann es auch sein, wenn hierdurch fremde Urheberrechte verletzt werden.

Diese Erfahrung musste der Betreiber der Penny-Märkte machen. Um Karnevals- bzw. Faschingskostüme in Verkaufsprospekten, Zeitungsanzeigen und im Internet zu bewerben, verwendete er unter anderem Fotografien, die erkennbar als „Pippi Langstrumpf“ verkleidete Personen zeigten. Die Inhaberin der Rechte am künstlerischen Schaffen von Astrid Lindgren sah dadurch ihre urheberrechtlichen Nutzungsrechte an der literarischen Figur „Pippi Langstrumpf“ verletzt.

Entgegen der Vorinstanzen sah der Bundesgerichtshof (BGH) dies allerdings anders (Urteil vom 17.7.2013 – I ZR 52/12). Die (fiktive) Figur der „Pippi Langstrumpf“ ist als Sprachwerk urheberrechtlich geschützt, weil ihr der Autor durch die Kombination von ausgeprägten Charaktereigenschaften, Fähigkeiten, typischen Verhaltensweisen und besonderen äußeren Merkmalen eine unverwechselbare Persönlichkeit verliehen habe ...

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