Personenbezogene Daten: Definition und praktische Beispiele

Der Begriff der personenbezogenen Daten ist im Bundesdatenschutzgesetz legal definiert. Trotz dieser auf den ersten Blick recht eindeutigen Definition, birgt die konkrete Zuordnung in der Praxis doch erhebliche Schwierigkeiten.

Dabei hat die richtige Einordnung von Informationen als personenbezogene Daten weitreichende Konsequenzen für die Praxis…

Definition des Begriffs personenbezogene Daten

Laut § 3 Abs. 1 BDSG handelt es sich bei personenbezogenen Daten um Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person. Doch an dieser Stelle wird es für den ein oder anderen bereits zu unkonkret: Wann ist eine Person bestimmt und wann erst bestimmbar?

Insoweit hilft die Europäische Datenschutzrichtlinie weiter. Denn nach Art. 2 Buchst. a Richtlinie 95/46/EG wird eine Person als bestimmbar angesehen, die direkt oder indirekt identifiziert werden kann, insbesondere durch Zuordnung zu einer Kennnummer oder zu einem oder mehreren spezifischen Elementen, die Ausdruck ihrer physischen, physiologischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität sind.

Personenbezogene Daten in der Praxis

Im Einzelfall stellt sich die Bestimmung, ob es sich bei Informationen um personenbezogene Daten handelt oder nicht, als äußerst schwierig dar. Grundsätzlich gilt, dass alle Informationen, über die irgendwie ein Personenbezug hergestellt werden kann, auch unter den Begriff der personenbezogenen Daten fallen. Klar zuzuordnen sind der Name, die Telefonnummer sowie Kreditkarten- oder Personalnummern. Aber auch Kontodaten, Kfz-Kennzeichen, das Aussehen, der Gang, die Kundennummer oder die Anschrift zählen zu den personenbezogenen Daten.

Doch auch weniger eindeutige Informationen können einen Personenbezug ermöglichen ...

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