Der Sohn des (Dr.med) Semmelbruch

Ein Arzt, nennen wir ihn Dr. med. Semmelbruch, ist stolzer Vater eines Sohnes geworden. Er möchte, dass in die Geburtsurkunde des Kindes sein Doktortitel aufgenommen wird.

Das Standesamt und das Amtsgericht lehnen dies ab. Das OLG gibt dem Doktor Recht.

Der von der Standesamtsaufsicht angerufene BGH (BGH v. 04.09.13 - XII ZB 526/12) hat nun entschieden, dass akademische Grade seit dem Inkrafttreten des reformierten Personenstandsgesetzes am 1. Januar 2009 nicht mehr in Personenstandsregistern (hier: Geburtenregister) einzutragen sind.

Zunächst stellt der Senat klar, dass akademische Grade -entgegen manch landläufiger Meinung - keine Bestandteile des Namens sind.

Die Eintragung in das Personenstandsregister sei bislang gewohnheitsrechtlich erfolgt. Nach der Reform des Personenstandsgesetzes könne von einer Fortgeltung des bisherigen Gewohnheitsrechts nicht mehr ausgegangen werden.

Die zum 01.01 ...

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