Ehescheidung per Skype? Über die Scheidung von Expats

In vielen internationalen Unternehmen ist für Fach- und Führungskräfte der Auslandseinsatz ein wichtiger Karriereschritt – und manchmal auch ein Einschnitt im Privatleben: Ist die Ehe bereits vor dem Umzug nicht mehr intakt, so ist die Versetzung für einen Expat (Kurzform für Expatriate) Anlass, über die Ehescheidung nachzudenken. Gleiches gilt, wenn die Ehe aufgrund der Entfernung der Ehegatten auseinander bricht. Wie kann der (oder die) im Ausland lebende Expat nun die Scheidung regeln?

Auch hier gilt der Rat, sofort Kontakt zum Familienrechtsanwalt aufzunehmen. Zunächst ist nämlich zu prüfen, ob ein deutsches Gericht überhaupt zuständig ist. Lebt der andere Ehegatte noch in Deutschland, so wird die Ehe im Normalfall in Deutschland geschieden, siehe § 122 FamFG.

Dann ist zu klären, ob der Expat persönlich bei Gericht erscheinen muss. Für die Ehescheidung ist dies (mit ganz wenigen Ausnahmen) mindestens einmal im Laufe des Verfahrens notwendig. Für die anderen Scheidungsfolgen wie Unterhalt, Zugewinnausgleich oder Vermögensauseinandersetzung genügt die Vertretung durch einen Rechtsanwalt. Ohnehin empfiehlt es sich hier, eine außergerichtliche Einigung mit der Ehefrau oder dem Ehemann bzw. dessen Scheidungsanwalt zu suchen.

Ist der Expat noch in Deutschland, so kann in Abstimmung mit dem zuständigen Amtsgericht evtl. ein kurzfristiger Anhörungstermin (auch ohne den anderen Ehegatten) über die Voraussetzungen der Ehescheidung bestimmt werden. Nach § 128 Abs ...

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