Anmerkung “7 Jahre alt!” auf Bewerbungsunterlagen diskriminierend

Eine Anmerkung auf dem Lebenslauf einer Bewerberin zum Grundschulalter des Kindes ist ein klares Indiz für eine Diskriminierung. Das hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamm in einem aktuell veröffentlichten Urteil vom 06.06.2013 entschieden (AZ: 11 Sa 335/13). Die Anmerkung verweise auf mögliche Betreuungsprobleme, die in der gesellschaftlichen Realität vorrangig Frauen beträfen.

Damit sprach das LAG einer Bürokauffrau die beantragte Entschädigung von 3.000,00 € zu. Die damals 37-Jährige hatte sich 2012 bei einem lokalen Radiosender auf eine befristete Stelle in der Buchhaltung beworben. Der Sender schickte eine Absage und im selben Umschlag auch die Unterlagen zurück. Auf ihrem Lebenslauf fand die 37-Jährige neben der von ihr geschriebenen Zeile „verheiratet, ein Kind“ den handschriftlichen Vermerk „7 Jahre alt!“. Dabei war „ein Kind, 7 Jahre alt!“ durchgehend unterstrichen.

Auf ihre Diskriminierungsklage hin meinte der Radiosender, er habe sich für eine jüngere Frau entschieden, die schlicht besser qualifiziert sei ...

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