Rezension Strafrecht: StGB

Matt / Renzikowski, Strafgesetzbuch, 1. Auflage, Vahlen 2013 Von Ri’in Domenica D’Ugo, Saarbrücken An Selbstbewusstsein mangelt es den Herausgebern offenbar nicht: Das Vorwort verrät, dass sie ihr Werk als eine „echte Alternative“ zu den existierenden Strafgesetzbuchkommentaren betrachten, welches neue Maßstäbe setzt. So ist man überzeugt davon, dass im Buch mit den Ausmaßen eines Backsteines (2811 Seiten inkl. Stichwortverzeichnis, über 2 kg schwer) die Rechtsprechung zuverlässig und praxisgerecht dargestellt wird, die Literatur sorgfältig, aber übersichtlich und prägnant verarbeitet wird, zielführende Argumente gebracht werden etc. Ein klein wenig Enttäuschung macht sich dann doch im Leser beim Arbeiten mit dem guten Stück breit, wenn etwa die Kommentierung zum in der Praxis recht häufig relevanten § 21 StGB gerade mal knapp fünf Seiten beträgt und auf die ausführliche Darstellung im Münchener Kommentar verwiesen wird („Zur Handhabung von § 21 durch die Praxis ausführlich: […]“). Überhaupt: Das Vorwort. Der einseitige Vorspann des Buches besteht aus drei Teilen, die beim Leser mehr Fragen aufwerfen als beantworten dürften. Im ersten Teil wird (dies nicht unberechtigt!) deutliche Kritik an der heutigen Strafrechtslandschaft im Allgemeinen geübt, dann aber im Speziellen mehr oder minder unverblümt die Meinung der Herausgeber (Professor und Rechtsanwalt Dr. Holger Matt und Universitätsprofessor Dr. Joachim Renzikowski) über Staatsanwaltschaften und Strafgerichte dargestellt, die in ihrer Pauschalität wohl tief blicken lässt. Es erinnert mit Verlaub schon sehr an frustrierten Strafverteidigersprech, wenn da u.a ...Zum vollständigen Artikel


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