Aus der Straf-Juristerei 004 (Verkehrsunfallflucht)

Gerichte machen es sich oft zu leicht, angeblichen Vorsatz festzustellen, wenn es um den Vorwurf einer Verkehrsunfallflucht geht. Gern genommen wird das Argument, dass ein Fahrer einen Anstoß gehört haben , wenn ein außenstehender Zeuge berichtet, es habe angeblich einen "lauten Knall" gegeben.

Dieser laute Knall kann zum Beispiel nur deshalb als laut empfunden worden sein, weil sich der Zeuge in einer sonst sehr ruhigen Gegend über das Geräusch erschrocken hat, das gefahrene Fahrzeug kann über eine ausgesprochen gute Geräuschdämmung verfügen, der Fahrer kann sich durch laute Musik beschallt haben, der Anstoß kann sich in ansonsten sehr lauter Umgebung abgespielt haben.

Nicht gänzlich rechtsbedenkenfrei ist bereits die vom Amtsgericht gezogene Schlussfolgerung, der Angeklagte habe den Unfall bemerkt ...

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