Hannah Beitzer – JournalistIn – Presse unter Piraten (2)

Hannah Beitzer, politische Journalistin bei der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung, tritt offensiv für Feminismus ein. So ist sie etwa Mitglied in der Pressure Group „Pro Quote“, die sich für einen Eingriff in die Pressefreiheit durch zwangsweisen Frauenanteil in den Redaktionen einsetzt. Wie auch sonst in der Wirtschaft und der Gesellschaft sind Frauen auch in Medienbranche erstaunlich unterrepräsentiert: Mit Ausnahme der taz und diverser Frauenmagazine sind nach wie vor praktisch alle wichtigen Chefredaktionen im Printbereich männlich besetzt. Das war und ist auch bei der Süddeutschen Zeitung zu 100% so. Auch bei den Leitartiklern und Edelfedern sind Frauen unterrepräsentiert. Es ist unerfindlich, weshalb journalistisches, unternehmerisches oder politisches Talent auf die Geschlechter unterschiedlich verteilt sein sollte, so dass wir es durchaus mit einer gesellschaftlichen Herausforderung zu tun haben, da wir viele Talente nicht effizient nutzen.

Ob die Gesellschaft durch eine Frauenquote sinnvoll beeinflusst werden kann und ob die Vorteile eines solchen Eingriffs in Konkurrenzprozesse möglichen Nachteile aufwiegen kann, ist Gegenstand einer seit Jahrzehnten mit bisweilen religiösem Eifer geführten Diskussion, die in diesem Posting möglichst ausgespart werden soll.

Zu konstatieren ist allerdings, dass die gesellschaftliche Vorteilhaftigkeit einer Quote eine politische These ist, die schon methodisch kaum überprüft werden kann. Ob man die Quote für sinnvoll oder nicht erachtet, ist eine subjektive politische Meinung, die jeder für sich selber entscheiden darf. Die eine Meinung hierüber ist genauso so respektabel wie die andere. Die etablierten Parteien sind zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen und beurteilen die Quote auch parteiintern kontrovers. Bei der jüngsten Bundestagswahl entschieden sich mindestens 54% für Parteien ohne Quote ...

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