Bundesarbeitsgericht zur Abgrenzung von Arbeitsvertrag und Werkvertrag

Die Abgrenzung zwischen Arbeitsverträgen und Werkverträgen, in denen Selbstständige gegen Rechnung Leistungen für ihren Auftraggeber erbringen, führt immer wieder zu gerichtlichen Auseinandersetzungen. Inhaltlich liegt der Kernunterschied zwischen Arbeitsvertrag und Werkvertrag darin, dass beim Arbeitsvertrag die Tätigkeit als solche, also die Arbeitsleistung, in einem weisungsabhängigen Verhältnis geschuldet wird, während beim Werkvertrag die Herbeiführung eines bestimmten Ergebnisses, also ein bestimmter Arbeitserfolg, geschuldet wird.

In einem neuen Fall hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) mit Urteil vom 25.09.2013 (Az: 10 AZR 282/12) in Fortsetzung seiner bisherigen Rechtsprechung betont, dass es für die Abgrenzung auf eine Gesamtwürdigung aller maßgeblichen Umstände des Einzelfalles ankommt. Ob die Vereinbarung zwischen den Parteien als „Arbeitsvertrag“ oder als „Werkvertrag“ bezeichnet und das Verhältnis entsprechend ausgestaltet ist (z.B. durch Regelungen zur Rechnungstellung etc.), ist dabei nur ein Kriterium. Besonderes Gewicht kommt der tatsächlichen Durchführung der Vereinbarung zu ...

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