Abgeltungsteuer: Nicht jedes Näheverhältnis schließt günstige Zinsbesteuerung aus!

Der Ausschluss der Abgeltungssteuer für Fälle, in denen Gläubiger und Schuldner der steuerpflichtigen Kapitalerträge „einander nahe stehende Personen“ sind, soll missbräuchliche Gestaltungen vermeiden. Daher führt nicht jedes Näheverhältnis zwischen Darlehensgeber und Darlehensnehmer zur Besteuerung mit dem progressiven Steuersatz. (FG Münster 20.9.13, 4 K 718/13 E, Rev. zugelassen). Das FG fordert vielmehr, dass aufgrund der konkreten Umstände des Vertragsverhältnisses und der daran beteiligten Personen der sichere Schluss möglich sein muss, dass das Motiv der Darlehensgewährung vordergründig in der ertragsorientierten Ausnutzung des Gefälles zwischen dem progressiven Einkommensteuertarif und dem Abgeltungssteuersatz von 25% liegt. Ist das nicht der Fall, so sind Darlehensgläubiger und Darlehensschuldner keine „nahe stehenden Personen“ i.S. des § 32d Abs. 2 Nr. 1a EStG. Der Begriff des „Nahestehens“ ist eng am Gesetzeszweck auszurichten ...Zum vollständigen Artikel

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