LAG Hamm: Mittelbare Diskriminierung wegen des Geschlechts

In einer erst jetzt bekannt gewordenen Entscheidung hat das LAG Hamm einer abgelehnten Stellenbewerberin eine Entschädigung in Höhe von 3.000 Euro zugesprochen, weil sie wegen ihres Geschlechts (§ 1 AGG) mittelbar (§ 3 Abs. 2 AGG) diskriminiert (§ 7 AGG) worden sei.

Die Beklagte betreibt einen lokalen Radiosender. Per Zeitungsanzeige vom 14.04.2012 suchte sie "eine(n) Buchhalter/-in" mit abgeschlossener kaufmännischer Lehre. Die 1974 geborene Klägerin verfügt über einen Abschluss als Verwaltungs- und Bürokauffrau. Sie ist verheiratet und Mutter eines Kindes. Mit Anschreiben vom 14.04.2012 bewarb sie sich auf die Stelle. Ihrer Bewerbung war ihr Lebenslauf beigefügt. Unter dem 02.05.2012 erteilte die Beklagte der Klägerin eine Absage und teilte mit, „dass wir von Ihrer Bewerbung keinen Gebrauch machen können, da wir uns für einen anderen Bewerber entschieden haben“. Beigefügt waren „zu unserer Entlastung“ die Bewerbungsunterlagen ...

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