AIFMG – Das unterschätzte Gesetz

Mag. Ambros Weissenhofer und Dr. Andreas Zahradnik

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Das Ende Juli beschlossene Alternative Investmentfonds Manager-Gesetz, kurz AIFMG, beruht auf der gleichnamigen europäischen Richtlinie. Mit dieser Richtlinie sollen bislang nicht regulierte Teilnehmer am Finanzmarkt, die systemische Risiken erzeugen können, einer europaweit harmonisierten Beaufsichtigung unterworfen werden.

Das AIFMG ist somit ein weiterer Baustein der immer schnelleren und intensiveren Regulierung des Finanzmarkts. Während die Richtlinie ursprünglich für Hedge Fonds konzipiert war, kam es in weiterer Folge zur Ausweitung auf Private Equity Fonds und schließlich durch die sehr allgemein Definition von Alternativen Investmentfonds (AIF) zu einem weiten – und in seinem Umfang derzeit noch nicht gänzlich klaren – Anwendungsbereich.

Weiter Anwendungsbereich Durch diesen weiten Anwendungsbereich geht die Relevanz des AIFMG weit über die bislang unregulierten typischen alternativen Fondskonstrukte, wie eben Hedge und Private Equity Fonds, hinaus (bislang waren auf europäischer Ebene primär klassische Wertpapierfonds, sogenannte OGAW, reguliert). Das AIFMG erfasst vielmehr sämtliche Verwalter von AIF (sogenannte AIFM).

Ein solcher AIF liegt grundsätzlich schon dann vor, wenn Gelder von mehreren Personen eingesammelt und gemäß einer festgelegten Anlagestrategie investiert werden, ohne dabei unmittelbar eine operative Tätigkeit zu finanzieren. In Betracht kommen daher z.B. auch Immobilienfonds, Fonds für die Investition in alternative Energien oder Schiffsfonds, aber auch die sogenannten Spezialfonds, also Wertpapierfonds nach dem Investmentfondsgesetz mit sehr eingeschränktem Anlegerkreis ...

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