Haftung der Bank für mangelhafte Anlageberatung bei Abschluss einer Veranlagung durch einen Vertreter

Mag. Alexander Stolitzka

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In einem jüngst entschiedenen Fall hatte sich der Oberste Gerichtshof (OGH) mit der Frage auseinanderzusetzen, ob eine Bank Anlegern für Verluste haftet, die sich aus dem Abschluss eines riskanten Spekulationsgeschäftes durch einen professionellen Vertreter der Anleger ergaben. Im konkreten Fall war der für die Anleger einschreitende Vertreter ein konzessionierter Wertpapierdienstleister, der bei Abschluss einer Veranlagung für seine Kunden von dem zuständigen Bankmitarbeiter darauf hingewiesen wurde, dass das Geschäft äußerst riskant ist. Trotz dieser Warnung schloss er das Geschäft mit dem Hinweis, dass er Fachmann sei und das Risiko kenne ab. Es trat letztlich ein Verlust von 80 % des Anlegerkapitals ein.

Die Anleger machten nun geltend, die Bank hätte ihre Aufklärungspflichten verletzt, da bei einem derart riskanten Geschäft eine Risikowarnung allein gegenüber dem Vertreter nicht ausreiche, sondern auch die Anleger direkt informiert werden müssen. Das Unterlassen einer solchen direkten Information der Vertretenen begründet eine Haftung der Bank für den Verlust den diese durch das Geschäft erleiden. Diesem Anspruch erteilte der OGH eine Absage ...

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