Wenn das Gericht zu Kaffee und Keksen lädt – Streitbeilegung im Güterichterverfahren, Teil 2

Nachdem unsere vergleichende Studie keine eindeutigen Zusammenhänge zwischen Art und Güte der gerichtlichen Erfrischungsangebote und der Vergleichsquote ergab, widmen wir uns nun dem Ablauf einer Güterichterverhandlung. Im ersten Teil unseres Beitrags haben wir bereits den Erfolg des Modells geschildert.

Der Güterichter ist nicht an ein bestimmtes Konfliktlösungsverfahren gebunden. In aller Regel wird die Wahl aber auf die Mediation fallen. Aus Sicht des Gerichts bietet die Mediation den Vorteil, dass sie die Interessen der Parteien in den Vordergrund stellt. Durch die Mediation sollen die Parteien selbst eine Lösung für ihren Rechtsstreit finden.

Nach den gängigen Mediationsmodellen gliedert sich die Verhandlung in 5 Phasen.

1. Einführung durch den Güterichter

Die Mediation beginnt mit einer Einführung des Güterichters. Der Güterichter erläutert den Ablauf der Mediation und weist darauf hin, dass er gegenüber dem zur Entscheidung des Rechtsstreits zuständigen Gericht Stillschweigen über Inhalt oder Ablauf der Güteverhandlung zu bewahren hat. An dieser Stelle kann sich der Abschluss einer gesonderten Vertraulichkeitsvereinbarung zwischen den Parteien anbieten.

2. Themensammlung

In dieser Phase erhalten die Parteien Gelegenheit, jeweils ihre Sichtweise zu streitigen Aspekten vorzutragen. Dabei wird der Fokus weniger auf der rechtlichen Würdigung des Streits liegen ...

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